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Kinder

Kinder brauchen wegen ihres Wachstums eine höhere tägliche Eisenzufuhr als Erwachsene. Weil dieser Mehrbedarf aber in der Regel nicht gedeckt wird, leiden viele Kinder an Eisenmangel mit den typischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS), Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. In der Schulmedizin gilt für Kinder ein unterer Ferritinwert von 7 ng/ml als normal. Kinderärzte orientieren sich an dieser Zahl und übersehen deshalb ihre Eisenmangelkinder gleich scharenweise. Der durchschnittliche Ferritinwert von Eisenmangelkindern in den Ärztlichen Eisenzentren liegt bei 30 ng/ml, offiziell also im „normalen Berreich“.

Wenn solche Kinder das ihnen fehlende Eisen erhalten und ihr Ferritinwert über 100 ng/ml korrigiert wird, werden die meisten von ihnen gesund. Immer mehr Mütter bringen ihre Kinder in die Eisenzentren, wo ihr Eisenmangel ausgeglichen wird und sie dadurch gesund werden. Nicht alle Kinderärzte haben Freude daran.

Konzentrationsstörungen

Konzentrationsstörungen gehören zu den wichtigsten Leitsymptomen von Eisenmangel, was die Schulmedizin aber leider nicht lehrt. Bei Kindern geht man dabei subtiler vor: man nennt die Konzentrationsstörungen nicht beim Namen, sondern bezeichnet sie als Defizit an Aufmerksamkeit, was zweifellos zutrifft. Schliesslich führt eine Konzentrationsstörung logischerweise zu einem Defizit an Aufmerksamkeit. Um noch mehr Verwirrung zu stiften, spricht die Schulmedizin bei Kindern sogar von einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS. Mit diesem Wissen kann man zwei Gleichungen anstellen:

Erste Gleichung: ADS hat nichts mit Eisenmangel zu tun. Deshalb brauchen solche Kinder den Kinderarzt, die Förderklasse, den Psychologen oder Logopäden, den Psychiater und vielleicht sogar noch Ritalin.

Zweite Gleichung: ADS hat viel mit Eisenmangel zu tun. ADS ist eine typische Form von Konzentrationsstörungen bei Kindern, die an einem Eisenmangel (VKKE) leiden. Die meisten von ihnen brauchen die obgenannten Instanzen nicht, wenn sie das ihnen fehlende Eisen in erster Linie erhalten.

Weshalb verschweigt die Schulmedizin, dass das ADS ein Frühwarnsymptom von Eisenmangelkindern ist? Weshalb wird die Eisentherapie bei ADS nicht gelehrt?

Kopfschmerzen

Kopfschmerz ist oft ein typisches Eisenmangelsymptom. Wenn jemand unter Kopfschmerzen leidet und der Ferritinwert unter 50 ng/ml liegt, sollte in erster Linie Eisen erhalten mit einem Ferritin-Zielwert von 200 ng/ml. Bei der Mehrheit der Behandelten verschwinden die Kopfschmerzen oder sie bessern sich zumindest deutlich. Betroffen sind vor allem Frauen und Kinder.

Krankenkassen

Seit der Basler Wiederentdeckung des Eisenmangelsyndroms 1998 bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen die notwendige intravenöse Eisentherapie problemlos. 2011 begann aber ein Schweiz Krankenasse (Atupri) den Aufstand zu proben. Ihrer Ansicht nach sollen die Frauen ihren Eisenausgleich selbst bezahlen  – als ob sie selbst schuld wären an ihrer Menstruation. Die Schweizer Regierung wurde auf diesen Missstand aufmerksam und führt seit 2015 eine Überprüfung durch: Hat die Krankenkasse Atupri das Recht, die Bezahlung des notwendigen Eisenausgleichs zu verweigern?

Aus Sicht von SIHO ist es unethisch und frauenfeindlich, wenn der Eisenausgleich nicht vom Gesundheitssystem bezahlt wird. Die Frauen können nichts für ihre Menstruation und brauchen das verlorene Eisen zeitgerecht zurück.