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Eisenfunktionen

Es gibt zwei Hauptbereiche im Körper, wo Eisen benötigt wird. Der erste Bereich ist universal und betrifft jede Körperzelle. Eisen wird für die Bildung der Zellenergie in jeder Körperzelle gebraucht. Somit ist Eisen definitionsgemäss ein Universalatom.

Darüber hinaus wird Eisen von verschiedenen Organen und Geweben für weitere Körperfunktionen benötigt wie beispielsweise die Hormonbildung oder Blutbildung, die Produktion von Grundsubstanz (Haut, Schleimhaut, Haare und Nägel) oder für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Wenn bei Eisenmangel die Energiebildung und andere eisenabhängige Körperfunktionen gedrosselt werden, kann man sich gut vorstellen, welche Symptome beim Eisenmangelsyndrom oder der Eisenmangelanämie auftreten können.

Was geschieht wohl, wenn es an Glückshormon mangelt? Oder an Dopamin für die Konzentration? Oder an Schlafhormonen?

Was geschieht wohl, wenn die Energiebildung in den Zellen gedrosselt wird? Könnte man dann nicht vielleicht in eine Erschöpfung geraten?

Wer die Eisenfunktionen versteht, weiss auch, welche Symptome bei deren Drosselung auftreten können. Die Eisenfunktionen werden bei Eisenmangel gedrosselt – zunächst nicht unbedingt lebensnotwendige Funktionen und erst am Schluss die lebensnotwendige Blutbildung.

Eisenheilkunde

Die Eisenheilkunde (Ferrologie) gründet auf der Entdeckung, dass viele Menschen mit Eisenmangel unter typischen Eisenmangelsymptomen leiden und dass die meisten von ihnen gesund werden, sobald sie das ihnen fehlende Eisen erhalten. Die Eisenheilkunde ist sich auch bewusst, dass der Ferritinwert von Frauen im Menstruationsalter und Kindern in der Regel unter einem Ferritin von 50 ng/ml liegt. Hauptsächlich sie sind es, die an Eisenmangelsymptomen leiden. Der Ferritinwert von Männern liegt durchschnittlich zwischen 100 – 200 ng/ml, einem Bereich, in dem meistens keine Mangelsymptome vorliegen (Ironity).

Die Eisenheilkunde kann nachweisen und lehrt auch, dass Eisenmangelfrauen und Eisenmangelkinder in der Regel dann gesund werden, wenn sie das ihnen fehlende Eisen erhalten. Das Ziel liegt in einer Korrektur des Ferritinwerts unter 50 ng/ml in einen Bereich zwischen 100 und 200 ng/ml (Ironity).

Die Körperzellen von Frauen und Kindern haben dieselben Systemvoraussetzungen wie Männer, also brauchen ihre Zellen genauso viel Eisen wie Männer, um gesund zu werden. Eine solche Korrektur ist möglich mit der Ferrologie, mit der die Eisenmangelpatienten mit individuell dosierten Eiseninfusionen mehrheitlich geheilt werden (Dosierung gemäss 1152)

Eisenheilkunst

Die Eisenheilkunst ist ein Teil der Ferrologie und lehrt die Behandlung von Eisenmangelpatienten. Nach erfolgter Diagnostik von Eisenmangel bei vorliegenden typischen Symptomen sollte den Eisenmangelpatienten das ihnen fehlende Eisen in erster Linie gegeben werden (Eisenausgleich). Die meisten werden dadurch von selbst gesund.

Allerdings benötigt der Arzt ein bestimmtes Knowhow, um die Therapie erfolgreich durchzuführen. Er muss nicht nur die Dosis für die Aufsättigungstherapie kennen, sondern auch wissen, in welchen Intervallen er die ehemaligen Patienten wieder kontrollieren und ihnen das wieder fehlende Eisen in Form einer Erhaltungstherapie zuführen muss, um Rückfälle zu vermeiden. Dafür wurde in der Schweiz das Swiss Iron System, SIS eingeführt (Konzept für Diagnostik, Therapie und Prävention).

Eisenmangel

Eisenmangel ist die häufigste Mangelerkrankung der Menschheit. Über drei Milliarden davon sind betroffen. Es gibt zwei Phasen von Eisenmangel – das Frühstadium (Eisenmangelsyndrom) und das Spätstadium (Eisenmangelanämie).

Das Frühstadium (Eisenmangelsyndrom) wird von der WHO und Schulmedizin nicht anerkannt, sodass solche Eisenmangelpatienten unbehandelt bleiben, bis schliesslich nach Jahren vielleicht einmal eine Anämie auftritt. Nur das Spätstadium (Eisenmangelanämie) wird von der WHO und Schulmedizin anerkannt. Die Swiss Iron Health Organisation SIHO sowie die meisten Schweizer Ärzte anerkennen das Eisenmangelsyndrom. Sie wissen auch, dass solche Patienten durch Eiseninfusionen mehrheitlich geheilt werden können.

Betroffen sind vor allem Frauen in der Menstruation wegen ihrer Regelblutung, bei der Eisen für immer ausgeschieden wird und irgendwann zu fehlen beginnt. Dies ist dann der Fall, wenn die ersten Eisenmangelsymptome auftreten. Ebenso betroffen sind Kinder wegen ihres Eisen-Mehrbedarfs durch das Wachstum und die Reifung. Weil dieser Mehrbedarf in der Regel nicht gedeckt wird, leiden viele Kinder an einem Eisenmangel.

Weiterhin sind oft auch Senioren betroffen wegen Mangelernährung, schlechtem Gebiss oder sozialem Rückzug.  Auch Leistungssportler sind häufig von Eisenmangel betroffen wegen ihres Mehrbedarfs.

Eisenmangelanämie (IDA)

Die Eisenmangelanämie ist das Spätstadium von Eisenmangel. Zusätzlich zu den Symptomen des Eisenmangelsyndroms können noch Atemnot, Tachycardie (schneller Puls) oder Blässe auftreten.

Eisenmangelsymptome

Eisenmangelfrühsymptome gelten in der Schulmedizin zwar als unspezifisch. Durch die Erkenntnis, dass sie alle durch Eisenmangel entstehen können, erhielten diese Symptome aber einen spezifischen Rahmen (Eisenmangelsyndrom).

Patienten im Frühstadium von Eisenmangel leiden an Symptomen, die dem Eisenmangelsyndrom zugeordnet werden: Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, ADS, Lustlosigkeit bis zu depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, Schwindel, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Haarausfall oder Nagelbrüchigkeit.

Patienten im Spätstadium leiden an zusätzlichen Symptomen, die der Eisenmangelanämie zugeordnet werden: Blutarmut, Blässe, schneller Puls, Atemnot.

Weil die WHO und Schulmedizin das Eisenmangelsyndrom und dessen wirksame intravenöse Therapie nicht lehren, werden Eisenmangelpatienten im Frühstadium weder diagnostiziert, geschweige denn intravenös behandelt. In der Schweiz hat sich das Blatt inzwischen landesweit gewendet.

Eisenmangelsyndrom (IDS)

Das Frühstadium von Eisenmangel, Eisenmangelsyndrom IDS wurde in Basel (Schweiz) 1998 durch den Hausarzt Dr. Beat Schaub wiederentdeckt, nachdem es 1957 erstmals von der Universität Innsbruck beschrieben und 1971 von der Universität Berlin bestätigt wurde. Es handelt sich um das Frühstadium von Eisenmangel. Betroffen sind vor allem Frauen im Menstruationsalter, KinderSenioren und Leistungssportler.

Typische Symptome sind: ErschöpfungszuständeKonzentrationsstörungen, Lustlosigkeit bis zu depressiven Verstimmungen, SchlafstörungenSchwindelNackenverspannungenKopfschmerzen, HaarausfallNagelbrüchigkeit, Restless Legs (unruhige Beine)

Eisenpioniere

Eisenmangel ist so alt wie die Menschheit. Ein wichtiges Ursachenprinzip ist die Menstruationsblutung, bei welcher die Gebärmutter zum Taktstock des Mondes immer wieder Schleimhaut mit Blut und Eisen ausgeschieden wird. Würde man alle Menstruationstage im Lauf eines Frauenlebens zusammenzählen, käme man auf die ansehnliche Zahl von fünf bis sieben Jahren, während denen sie nonstop bluten müssen.

Verlorene Schleimhaut und ausgeschiedenes Blut kann vom Körper wieder selbst hergestellt werden. Das Eisen ist und bleibt aber für immer und ewig verloren. Deshalb brauchen es diejenigen Frauen immer dann wieder zurück, wenn es zu fehlen beginnt und Mangelsymptome auftreten. Der Menstruationskreislauf verlangt das verlorene Eisen zurück! Die Gebärmutter kann nicht einfach immer wieder uferlos Eisen ausscheiden, ohne es ja zurückzubekommen. Sonst beginnen die Frauen an Eisenmangelsymptomen zu leiden.

Es gab in den letzten Jahrhunderten einige Eisenpioniere, die das Bewusstsein für die Menstruation und den globalen Eisenmangel schärften und durch ihre Forschung die Menschheit immer näher ans Ziel brachte, den Eisenausgleichs zu verwirklichen. Die Geschichte des Eisenmangels wird im Berliner Lehrbuch von 1971 eindrücklich beschrieben.

Die eigentlichen Eisenpioniere sind diejenigen, welche endlich eine wirksame Eisentherapie ermöglichten. Bis vor hundert Jahren waren nur orale Eisenpräparate bekannt (zum schlucken). 1922 haben Eppinger und Stöhr erstmals intravenöse Eisensaccharose verabreicht. Allerdings hat sich diese Therapie damals nicht durchgesetzt. 1957 beschrieb Dr. F. Leibetseder an der Universitätsklinik Innsbruck erstmals das Eisenmangelsyndrom und seine einfache und wirksame intravenöse Eisentherapie. Innsbruck konnte sich damals auch nicht durchsetzen. 1971 veröffentlichte Prof. G. Brüschke von der Charité Universitätsmedizin Berlin sein wichtiges Lehrbuch über das Eisenmangelsnydrom, das vor allem Kinder und Frauen betrifft. Auch er hat auf die Vorzüge der intravenösen Eisentherapie hingewiesen. Aber auch damals konnte sich die Erkenntnis nicht durchsetzen. Es dauerte weitere fünfzig Jahre, bis IronCare beim Millennium in der Schweiz landesweit eingeführt werden konnte. Nach der Wiederentdeckung des Eisenmangelsyndroms in Basel durch Dr. B. Schaub wurde ein neuartiges Konzept für Diagnostik, Therapie und Prävention (Swiss Iron System) entwickelt, das sich in der Schweiz inzwischen landesweit etabliert hat.

Die Pioniere für die Diagnostik des Eisenmangelsyndroms und die Einführung des intravenösen Eisenausgleich sind: Eppinger, Stöhr (1922), Leibetseder (1957), Brüschke (1971) und Schaub (1998). Wenn wir es schon mit Pionieren zu tun haben: Die Schweiz ist zum globalen Eisenpionier geworden. Aufbauend aus den Erkenntnissen von Innsbruck, Berlin und vor allem der Swiss Iron Health Organisation SIHO konnten sich hierzulande das Eisenmangelsyndrom und sein intravenöser Eisenausgleich landesweit durchsetzen.

Die Schweizer Regierung hinterfragt seit 2015 die Notwendigkeit des Eisenausgleichs. Sobald sie der SIHO recht gibt, wird die Schweiz zur offiziellen Eisenträgerin oder Eisenbringerin. Das Überprüfungsverfahren soll 2018 abgeschlossen sein. Die Schweizer Regierung wird sich kaum gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Innsbruck, Berlin oder SIHO stemmen können. SIHO geht davon aus, dass das Bundesamt für Gesundheit ihr Anliegen unterstützt, die Schweizer Eisenmangelpatienten als solche erkennen und mit Eisen heilen zu dürfen.

Sobald die Schweizer Regierung hinter IronCare steht, bekommt die zwanzigjährige Schweizer Eisenbewegung einen offiziellen Charakter. Dann ist der Machtwechsel vollzogen. Die Eisenmangelpandemie konnte nur deshalb entstehen, weil die Eisenmangelpatienten das ihnen fehlende Eisen nirgends erhalten (ausser in der Schweiz). Sobald die Schweizer Regierung den Eisenausgleich als angemessene Reaktion auf die Menstruation anerkennt, den Frauen und Kindern genug Eisen gönnt und unsere Eisentherapie unterstützt, wird sie zum globalen Eisenpionier werden. Die Welt wird auf die Schweiz gucken, wo sich die Eisentherapie gut sichtbar verbreitet wie ein Lauffeuer. Internet sei dank. Das Lauffeuer ist schon über die Schweizer Grenzen geraten, nämlich bis nach Deutschland, Österreich und Russland.

 

Eisenpräparate Eisensaccharose und Eisencarboxymaltose

Eisensaccharose ist ausserordentlich wirksam bei Eisenmangel, wenn sie intravenös angewendet wird. Es handelt sich dabei um das sicherste Eisenpräparat der Welt. Eisenmangelfrauen im Menstruationsalter benötigen durchschnittlich fünf Infusionen zu je 200 mg Eisensaccharose, zweimal pro Woche bis zum Erreichen der individuell notwendigen Gesamtmenge (Dosisberechnung mit 1152). Eisensaccharose kann auch bei Kindern angewendet werden. Eisensaccharose wird deshalb so gut vertragen, weil der Zuckermantel der Eisenatome aus Saccharose besteht, einem natürlichen Zucker.

Seit 2008 hat die Eisensaccharose Konkurrenz erhalten, nämlich die Eisencarboxymaltose. Der Zuckermantel der Eisenatome besteht aus Carboxymaltose, einem künstlichen Zucker. Der Vorteil der Eisencarboxymaltose gegenüber der Eisensaccharose liegt nicht etwa in einer besseren Wirksamkeit, sondern in der Einfachheit der Handhabung. Ein Gramm Eisen kann mit einer Infusion zugeführt werden, während dafür bei Eisensaccharose fünf Infusionen notwendig sind.

Der Nachteil der Eisencarboxymaltose ist ein deutlich erhöhtes Risiko für allergische Reaktione und weitere Nebenwirkungen, die bei Eisensaccharose so gut wie nie vorkommen.