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Diagnostik: Labor

Nach dem Eisentest folgt die Analyse von bestimmten Blutparametern:

Liegt der Ferritinwert unter 50 ng/ml, besteht der Verdacht auf einen Eisenmangel. Je tiefer Ferritin liegt, desto höher ist der Verdacht, dass der Eisenmangel die Ursache für die Symptome ist. Wird Hämoglobin unter 12 g/dl gemessen, liegt sogar schon eine Anämie vor. Die LTR indizieren, wie ausgeprägt der Eisenmangel liegt und spielt für die Dosisberechnung eine wichtige Rolle.

In der Schweiz liegen bei Eisenmangelfrauen durchschnittlich vier bis fünf Symptome gleichzeitig vor. Dabei liegt ihr Ferritinwert im Durchschnitt bei 30 ng/ml. Bei 88% liegt noch keine Anämie vor. Sie leiden also am Eisenmangelsyndrom. Die anderen 12% leiden hingegen schon am Spätstadium von Eisenmangel, an einer Eisenmangelanämie.

Dosierungszahl 1152

Die Zahl 1152 ist das Produkt einer multiplen linearen Regressionsanalyse aus Daten von Health-Banking (Internet-Datenbank für die Korrelation zwischen Ferritinwert und Gesundheitszustand). Die Formel lautet: 1152 – 11xF + 52xLTR = fehlende Menge an Eisen in Milligramm. F ist der Ferritinwert (Beckman-Methode) und LTR sind die Löslichen Transferrinrezeptoren (Roche-Methode). Die Formel wurde entwickelt für Eisenmangelpatienten mit einem Ferritinwert unter 50 ng/ml. Bei einem Körpergewicht unter 60 kg muss die berechnete Dosis linear reduziert werden.

Beispiel: Ferritin = 20 und LTR = 3

1152 – 11×20 + 52×3: 1152 – 220 + 156 = 1088 Milligramm fehlendes Eisen. Wenn man pro Infusion (wie von SIHO empfohlen) 200 mg Eisensaccharose verabreicht, benötigt ein solcher Eisenmangelpatient also zwischen fünf und sechs Eiseninfusionen für eine erfolgreiche Aufsättigungstherapie.

www.1152.org

Eisenfunktionen

Es gibt zwei Hauptbereiche im Körper, wo Eisen benötigt wird. Der erste Bereich ist universal und betrifft jede Körperzelle. Eisen wird für die Bildung der Zellenergie in jeder Körperzelle gebraucht. Somit ist Eisen definitionsgemäss ein Universalatom.

Darüber hinaus wird Eisen von verschiedenen Organen und Geweben für weitere Körperfunktionen benötigt wie beispielsweise die Hormonbildung oder Blutbildung, die Produktion von Grundsubstanz (Haut, Schleimhaut, Haare und Nägel) oder für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Wenn bei Eisenmangel die Energiebildung und andere eisenabhängige Körperfunktionen gedrosselt werden, kann man sich gut vorstellen, welche Symptome beim Eisenmangelsyndrom oder der Eisenmangelanämie auftreten können.

Was geschieht wohl, wenn es an Glückshormon mangelt? Oder an Dopamin für die Konzentration? Oder an Schlafhormonen?

Was geschieht wohl, wenn die Energiebildung in den Zellen gedrosselt wird? Könnte man dann nicht vielleicht in eine Erschöpfung geraten?

Wer die Eisenfunktionen versteht, weiss auch, welche Symptome bei deren Drosselung auftreten können. Die Eisenfunktionen werden bei Eisenmangel gedrosselt – zunächst nicht unbedingt lebensnotwendige Funktionen und erst am Schluss die lebensnotwendige Blutbildung.

Eisenheilkunde

Die Eisenheilkunde (Ferrologie) gründet auf der Entdeckung, dass viele Menschen mit Eisenmangel unter typischen Eisenmangelsymptomen leiden und dass die meisten von ihnen gesund werden, sobald sie das ihnen fehlende Eisen erhalten. Die Eisenheilkunde ist sich auch bewusst, dass der Ferritinwert von Frauen im Menstruationsalter und Kindern in der Regel unter einem Ferritin von 50 ng/ml liegt. Hauptsächlich sie sind es, die an Eisenmangelsymptomen leiden. Der Ferritinwert von Männern liegt durchschnittlich zwischen 100 – 200 ng/ml, einem Bereich, in dem meistens keine Mangelsymptome vorliegen (Ironity).

Die Eisenheilkunde kann nachweisen und lehrt auch, dass Eisenmangelfrauen und Eisenmangelkinder in der Regel dann gesund werden, wenn sie das ihnen fehlende Eisen erhalten. Das Ziel liegt in einer Korrektur des Ferritinwerts unter 50 ng/ml in einen Bereich zwischen 100 und 200 ng/ml (Ironity).

Die Körperzellen von Frauen und Kindern haben dieselben Systemvoraussetzungen wie Männer, also brauchen ihre Zellen genauso viel Eisen wie Männer, um gesund zu werden. Eine solche Korrektur ist möglich mit der Ferrologie, mit der die Eisenmangelpatienten mit individuell dosierten Eiseninfusionen mehrheitlich geheilt werden (Dosierung gemäss 1152)

Eisenheilkunst

Die Eisenheilkunst ist ein Teil der Ferrologie und lehrt die Behandlung von Eisenmangelpatienten. Nach erfolgter Diagnostik von Eisenmangel bei vorliegenden typischen Symptomen sollte den Eisenmangelpatienten das ihnen fehlende Eisen in erster Linie gegeben werden (Eisenausgleich). Die meisten werden dadurch von selbst gesund.

Allerdings benötigt der Arzt ein bestimmtes Knowhow, um die Therapie erfolgreich durchzuführen. Er muss nicht nur die Dosis für die Aufsättigungstherapie kennen, sondern auch wissen, in welchen Intervallen er die ehemaligen Patienten wieder kontrollieren und ihnen das wieder fehlende Eisen in Form einer Erhaltungstherapie zuführen muss, um Rückfälle zu vermeiden. Dafür wurde in der Schweiz das Swiss Iron System, SIS eingeführt (Konzept für Diagnostik, Therapie und Prävention).

Eisenmangel

Eisenmangel ist die häufigste Mangelerkrankung der Menschheit. Über drei Milliarden davon sind betroffen. Es gibt zwei Phasen von Eisenmangel – das Frühstadium (Eisenmangelsyndrom) und das Spätstadium (Eisenmangelanämie).

Das Frühstadium (Eisenmangelsyndrom) wird von der WHO und Schulmedizin nicht anerkannt, sodass solche Eisenmangelpatienten unbehandelt bleiben, bis schliesslich nach Jahren vielleicht einmal eine Anämie auftritt. Nur das Spätstadium (Eisenmangelanämie) wird von der WHO und Schulmedizin anerkannt. Die Swiss Iron Health Organisation SIHO sowie die meisten Schweizer Ärzte anerkennen das Eisenmangelsyndrom. Sie wissen auch, dass solche Patienten durch Eiseninfusionen mehrheitlich geheilt werden können.

Betroffen sind vor allem Frauen in der Menstruation wegen ihrer Regelblutung, bei der Eisen für immer ausgeschieden wird und irgendwann zu fehlen beginnt. Dies ist dann der Fall, wenn die ersten Eisenmangelsymptome auftreten. Ebenso betroffen sind Kinder wegen ihres Eisen-Mehrbedarfs durch das Wachstum und die Reifung. Weil dieser Mehrbedarf in der Regel nicht gedeckt wird, leiden viele Kinder an einem Eisenmangel.

Weiterhin sind oft auch Senioren betroffen wegen Mangelernährung, schlechtem Gebiss oder sozialem Rückzug.  Auch Leistungssportler sind häufig von Eisenmangel betroffen wegen ihres Mehrbedarfs.

Eisenmangelanämie (IDA)

Die Eisenmangelanämie ist das Spätstadium von Eisenmangel. Zusätzlich zu den Symptomen des Eisenmangelsyndroms können noch Atemnot, Tachycardie (schneller Puls) oder Blässe auftreten.

Eisenmangelsymptome

Eisenmangelfrühsymptome gelten in der Schulmedizin zwar als unspezifisch. Durch die Erkenntnis, dass sie alle durch Eisenmangel entstehen können, erhielten diese Symptome aber einen spezifischen Rahmen (Eisenmangelsyndrom).

Patienten im Frühstadium von Eisenmangel leiden an Symptomen, die dem Eisenmangelsyndrom zugeordnet werden: Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, ADS, Lustlosigkeit bis zu depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, Schwindel, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Haarausfall oder Nagelbrüchigkeit.

Patienten im Spätstadium leiden an zusätzlichen Symptomen, die der Eisenmangelanämie zugeordnet werden: Blutarmut, Blässe, schneller Puls, Atemnot.

Weil die WHO und Schulmedizin das Eisenmangelsyndrom und dessen wirksame intravenöse Therapie nicht lehren, werden Eisenmangelpatienten im Frühstadium weder diagnostiziert, geschweige denn intravenös behandelt. In der Schweiz hat sich das Blatt inzwischen landesweit gewendet.

Eisenmangelsyndrom (IDS)

Das Frühstadium von Eisenmangel, Eisenmangelsyndrom IDS wurde in Basel (Schweiz) 1998 durch den Hausarzt Dr. Beat Schaub wiederentdeckt, nachdem es 1957 erstmals von der Universität Innsbruck beschrieben und 1971 von der Universität Berlin bestätigt wurde. Es handelt sich um das Frühstadium von Eisenmangel. Betroffen sind vor allem Frauen im Menstruationsalter, KinderSenioren und Leistungssportler.

Typische Symptome sind: ErschöpfungszuständeKonzentrationsstörungen, Lustlosigkeit bis zu depressiven Verstimmungen, SchlafstörungenSchwindelNackenverspannungenKopfschmerzen, HaarausfallNagelbrüchigkeit, Restless Legs (unruhige Beine)