Eisenpräparate Eisensaccharose und Eisencarboxymaltose

Eisensaccharose ist ausserordentlich wirksam bei Eisenmangel, wenn sie intravenös angewendet wird. Es handelt sich dabei um das sicherste Eisenpräparat der Welt. Eisenmangelfrauen im Menstruationsalter benötigen durchschnittlich fünf Infusionen zu je 200 mg Eisensaccharose, zweimal pro Woche bis zum Erreichen der individuell notwendigen Gesamtmenge (Dosisberechnung mit 1152). Eisensaccharose kann auch bei Kindern angewendet werden. Eisensaccharose wird deshalb so gut vertragen, weil der Zuckermantel der Eisenatome aus Saccharose besteht, einem natürlichen Zucker.

Seit 2008 hat die Eisensaccharose Konkurrenz erhalten, nämlich die Eisencarboxymaltose. Der Zuckermantel der Eisenatome besteht aus Carboxymaltose, einem künstlichen Zucker. Der Vorteil der Eisencarboxymaltose gegenüber der Eisensaccharose liegt nicht etwa in einer besseren Wirksamkeit, sondern in der Einfachheit der Handhabung. Ein Gramm Eisen kann mit einer Infusion zugeführt werden, während dafür bei Eisensaccharose fünf Infusionen notwendig sind.

Der Nachteil der Eisencarboxymaltose ist ein deutlich erhöhtes Risiko für allergische Reaktione und weitere Nebenwirkungen, die bei Eisensaccharose so gut wie nie vorkommen.

Eisenpräparate Eisensaccharose und Eisencarboxymaltose